Evangelische Familienbildungsstätte in Klötze

Miteinander leben – einander achten – voneinander lernen

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Von Markus Schulze
In der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze wurden 2017 fast 7900 Besucher gezählt. Archivfoto: Tobias Roitsch

In der Evangelischen Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze wurden 2017 fast 7900 Besucher gezählt. Archivfoto: Tobias Roitsch

Die Evangelische Familienbildungsstätte in Klötze erfreut sich weiter großer Beliebtheit. 2017 gab es 76 Kurse mit 27 verschiedenen Themen. 

Klötze  Die Evangelische Familienbildungsstätte (EFA) in Klötze spricht mit ihren zahlreichen Angeboten alle Altersgruppen an. Das macht sich auch in der Statistik bemerkbar. So strömten 2017 insgesamt fast 7900 Menschen in die Einrichtung, die sich also weiter großer Beliebtheit erfreut.

Und das, obwohl 2017 ein Jahr des Umbruchs war. „Vom organisatorischen her war es ein unruhiges Jahr“, bilanziert EFA-Leiterin Thekla Putzke und spielt damit auf krankheitsbedingte Ausfälle sowie den Abgang von Pfarrer Johannes-Michael Bönecke an. Dadurch ergaben sich bei Zuständigkeiten gewisse Unklarheiten. „Da mussten wir uns erstmal neu sortieren“, sagt Putzke.

Starkes Team

Umso dankbarer ist sie, ein gutes Team um sich zu haben. Da ist zum einen Simone Behr und zum anderen, seit dem 1. Januar 2017, auch Antje Kampe. Die Immekatherin unterstützt Putzke unter anderem im Bereich der Verwaltung, pflegt die Internet-Seite, erstellt die Programmhefte und hält den Kontakt zur lokalen Aktionsgruppe Rund um den Drömling aufrecht. So soll in diesem Jahr ein zweiter Anlauf unternommen werden, um über die Leader-Förderung zwei Baumaßnahmen umzusetzen.

Allerdings hat sich hier im Gegensatz zur ursprünglichen Planung eine Änderung ergeben. Eigentlich war eine Außentreppe vorgesehen. Doch davon hat die EFA nun Abstand genommen. Stattdessen wird aus dem bisherigen PEKiP-Zimmer ein Büro, die PEKiP-Kurse werden aus der zweiten Etage ins Erdgeschoss verlagert und dort soll es einen Ausgang geben, wie Kampe erklärt. Festgehalten wird indes am barrierefreien Zugang von der Küche in den Garten. Und auch der Brandschutz bleibt ein Thema.

Angebote erweitert

Doch nicht nur beim „Papierkram“ bringt sich Kampe ein. Die Sportwissenschaftlerin hat auch die Bandbreite der EFA um zehn Kurse ergänzt, etwa durch den „Muddi-Sport“ oder diverse Fitness-Angebote. „Sie ist eindeutig eine Bereicherung für uns und spricht mit ihren Ideen auch junge Leute an“, lobt Putzke ihre Kollegin. Diese gibt das Kompliment gerne zurück. „Die Eingewöhnung fiel mir nicht schwer. Man hat es mir sehr leicht gemacht.“ Um Putzke und Behr zu entlasten, bildet sich Kampe auch fort, demnächst in Sachen „DELFI“. Das ist ein Kurs, ähnlich wie das Prager Eltern Kind-Programm, bei dem die Sinne und Bewegungen von Babys gefördert werden.

2017 fanden in der EFA 76 Kurse mit 27 verschiedenen Themen statt. „Räumlich und personell sind wir am Limit“, stellt Putzke fest. Was aber nicht heißen soll, dass man für Neues nicht aufgeschlossen ist. Ein Erfolg war 2017 zum Beispiel das Zirkus-Projekt, das künftig alle zwei Jahre stattfinden könnte. Auf gute Resonanz stießen auch die Entspannungskurse von Christel Backs-Pacholik. Und sollte jemand einen speziellen Vortrag halten wollen, der für Familien von Interesse ist, dann kann er oder sie sich gerne in der EFA melden, versichert Putzke, die schon mal auf eine außergewöhnliche Veranstaltung am 6. März aufmerksam machen möchte. An diesem Tag wird Familienbildungsreferent Reinhard Grohmann ins Haus kommen. Sein Thema: „Pubertät – wegen Umbau vorübergehend geschlossen.“ Wer an diesem Workshop, der um 18.30 Uhr beginnt, teilnehmen möchte, sollte sich bis zum 26. Februar in der EFA anmelden, Telefon 03909/27 15. Und am 17. März wird es in der Einrichtung an der Oebisfelder Straße 37 wieder eine Baby-, Kinderkleider- und Spielzeugbörse geben. Beginn ist um 9.30 Uhr.

Kurz vor der Rente

Einen festen Platz hat in der EFA inzwischen auch die Baby-Begrüßung durch die Stadt Klötze gefunden. „Anfragen von Eltern gibt es danach fast immer“, erzählt Putzke. Durch die vollen Kurse können diese allerdings nicht immer befriedigt werden. „Ich finde es aber trotzdem gut, dass die Leute auf diese Weise unser Haus kennenlernen“, sagt Putzke.

Übrigens neigt sich ihre Zeit in der EFA allmählich dem Ende entgegen. Die Rente naht. „Sollte familiär nichts dazwischenkommen, bleibe ich aber auf jeden Fall noch bis Ende des Jahres“, betont die langjährige EFA-Leiterin.

https://www.volksstimme.de/lokal/kloetze/bildungsstaette-fast-7900-besucher-angelockt